Heimspiel mit Hoffnungen CDU Gemeindeverband Everswinkel
Heimspiele sind nicht immer die Garantie für einen Erfolg - siehe die Niederlage von Schalke gegen Bremen am Samstag. Punkte abgegeben, Meisterschaft verspielt.
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| In der Gemeindeverbandsversammlung der CDU wurden auch langjährige CDU-Mitglieder geehrt. Glück für die Jubilare: Da Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, zu Gast war, übernahm der gleich die Ehrung. Das Bild zeigt (v. r.) Land |
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Everswinkel - Für Astrid Birkhahn war das Heimspiel in der CDU-Gemeindeverbandsversammlung ein Erfolg. Auf die „Meisterschaft“ im Nordkreis Warendorf - sprich gleich im ersten Anlauf in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen - kann sich die Everswinkeler CDU-Kandidatin berechtigte Hoffnungen machen. Damit wäre sie das erste Everswinkeler Landtagsmitglied seit Johannes Große Winkelsett (1947).
„Ich freue mich, mal zu Hause sprechen zu können“, erklärte Birkhahn in der CDU-Gemeindeverbandsveranstaltung, die vom Vorsitzenden Ludger Klaverkamp mit einem positiven Rechenschaftsbericht eröffnet worden war. Als offene Flanke bei der SPD hat die CDU schon lange den Bereich Bildung ausgemacht, wie sich jüngst in der TV-Elefantenrunde der NRW-Spitzenpolitiker zeigte, und auch Birkhahn nutzte dieses Themenfeld für einen offensiven Vorstoß. Die CDU will das gegliederte Schulsystem erhalten - „nicht weil uns nichts anderes einfällt, sondern wir wollen es bewahren, weil unterschiedliche Menschen unterschiedliche Wege brauchen“. Kinder müssten in ihrem Tempo nach ihrer Neigung und ihren Fähigkeiten lernen können. Wenn Kinder dagegen wie von der SPD angestrebt in einen (Schul-)Topf geworfen würden, müssten die, die schneller lernen, im Tempo der Langsameren verharren, und den Langsameren helfe es auch nicht.
„Everswinkel hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Möglichkeiten, die das Schulgesetz bietet, genutzt“, verwies Birkhahn auf die Verbundschule mit Haupt- und Realschulzweig unter einem Dach, die Kindern lange Schulwege erspare und Synergieeffekte mit sich bringe. „Hier beginnt kommunalpolitische Gestaltungsmöglichkeit.“ Derzeit gebe es landesweit 200 000 Hauptschüler ; „das sind genauso viele Schüler wie auf der Gesamtschule, und da würde auch keiner sagen, schafft die Gesamtschule ab“, betonte die stellvertretende CDU-Kreis- und CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag mit Blick auf die Argumentationslinie der SPD. „Die CDU hat das bessere Konzept, um Bildung im Land zu sichern durch Fördern und Fordern“, bilanzierte sie.
Komplettiert wurde Birkhahns Blick auf den Bereich Bildung durch die Stichworte Kinderbetreuung und Hochschulbildung. Mit dem KiBiz sei ein Weg gefunden worden, um frühkindliche Betreuung und Bildung zu gewährleisten, Sprachförderung zu forcieren und früh Interesse bei den Kindern zu wecken. Denn: „Nie wieder lernen Kinder so gut wie in diesen frühen Jahren.“ Ein weiterer positiver Begleiteffekt sei die Entstehung von Familienzentren. „Daran werden wir weiterarbeiten.“ Eine klare Absage erteilte Birkhahn den Plänen von SPD, Grünen und Linken, die Studiengebühren abzuschaffen. Immerhin ein Posten von landesweit 280 Millionen Euro. „Durch dieses Geld haben deutliche Verbesserungen für Studierende stattgefunden“, und die Mittel würden auch weiterhin dringend benötigt.
Ein anderes Thema, das in der TV-Elefantenrunde gar nicht zur Sprache gekommen sei, ist die Landwirtschaft, die im Industrieland NRW ebenfalls eine große Bedeutung habe. Anders als zu Zeiten von Bärbel Höhn (Rot- Grün) werde unter Schwarz-Gelb Politik im Dialog mit der Landwirtschaft gemacht. „2009 wurde so viel Geld in den Naturschutz gesteckt, wie noch nie in der Geschichte des Landes.“ 103 Kilometer neue Alleen seien geschaffen worden, viele Prozesse im Einklang mit Landwirten in Gang gekommen. „Dieser Stil muss beibehalten werden.“ Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, habe für ein gutes Image gesorgt. Birkhahn sprach sich auch für ein Flächenmanagement in der Zukunft aus. Auch Boden sei ein endliches Gut und es werde landesweit diskutiert, ob wirklich noch jede Gemeinde eigene Gewerbegebiete und immer neue Baugebiete ausweisen müsse. Es gelte ein „Konzept zur
Nutzung der Ressource Boden zu erstellen.“
Quelle: Westfälische Nachrichten, Klaus Meyer
aktualisiert von Torsten Schwarthoff, 04.05.2010, 11:51 Uhr |